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Unsere Idee
Demokratie lebt von der Freiheit der Ideen, die in einem gesellschaftlichen Wettbewerb miteinander stehen. Die evolutionäre Entwicklung einer offenen Gesellschaft basiert auf dem Prinzip des freien Meinungsaustausches über die im Wettstreit stehenden Ideen.
Ein offener Debattenraum zeichnet sich dadurch aus, dass es keine Berührungsängste mit den Meinungen von Andersdenkenden gibt und keine Leitplanken oder roten Linien, die den Austausch von Ideen begrenzen. Selbst das Befolgen von Gesetzen und Normen schließt die Pflicht ein, über die Gesetze, Normen und Konsequenzen nachzudenken und sie zu hinterfragen. Nur so entsteht gesellschaftliche Evolution.
Eine offene Gesellschaft ist dann gefährdet, wenn wir den Wettbewerb der Ideenfreiheit durch Sprechverbote, Leitplanken, rote Linien oder (De)legitimationsnormen einschränken, wenn Selbstdenken und Hinterfragen mit Ausgrenzung einhergehen. Die Demokratie schafft sich dann in letzter Konsequenz selbst ab. Sie entschwindet nicht mit einem lauten Knall, sondern Zentimeter um Zentimeter auf leisen Sohlen. Durch den freien Austausch und Wettbewerb von Ideen bleibt eine Gesellschaft vital und innovativ.
Wissenschaft vor Ort möchte dazu einen Beitrag leisten. Unser Forum lebt vom Dialog und Perspektivenwechsel zwischen den Bürgern und den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Hannah Arendt hat von „repräsentativem Denken“ gesprochen: »ohne die eigene Identität aufzugeben, einen Standort in der Welt einzunehmen, der nicht der meinige ist.« Dieses philosophische Angebot beschreibt die Grundidee von Wissenschaft vor Ort.